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Abi 54

Schule gestern und heute – Abi 1954 meets Abi 2006

Generationenübergreifendes Treffen im Dillmann-Gymnasium

Das Stuttgarter Dillmann-Gymnasium am Tag des Englisch-Abiturs: Gedränge und Lärm im Gang, Schüler und Lehrer hetzen nach der großen Pause zurück in die Klassenzimmer. Ein Tag wie jeder andere eigentlich. Nur dass die, die da fröhlich vor dem Musiksaal tratschen und lachen, so gar nicht in das Bild einer Schule passen: 25 Männer, alle um die 70, stehen da und unterhalten sich.

Es ist der Abiturjahrgang von 1954, der sich zum 50jährigen Jubiläum auf Einladung von Schulleiter Manfred Birk und Dr. Eckardt Bihler, dem Vorsitzenden des Dillmann-Vereins, in der Schule eingefunden hat. Dort wollen sie gemeinsam in Erinnerungen schwelgen und gleichzeitig die neue Generation der Dillmann-Schüler in Form eines Treffens mit der Klasse 11 kennen lernen.

Im Gespräch beweisen die „alten Herren“ den Schülern dann, dass sie durchaus noch einen frischen Eindruck machen. Sie erzählen von der Situation in Stuttgart nach dem Krieg und den Problemen, die sie als Schüler dadurch bewältigen mussten. So hatten sie zum Beispiel kein eigenes Schulgebäude und wurden, je nach dem wo gerade Platz war, zwischen anderen Stuttgarter Schulen hin- und hergeschoben. Und trotzdem - sie fühlen sich als echte „Dillmänner“!

Die Schüler der Klasse 11 stellen den „54ern“ Fragen zu ihrer Schulzeit und diese widerum erkundigen sich über die heutige Situation am Dillmann. Dabei interessieren sich die Ehemaligen vor allem für die neuen Unterrichtsformen, schließlich war zu ihrer Zeit der heute verpönte „Frontalunterricht“ noch schwer in Mode!

Nach einer guten Stunde neigt sich die Zeit schon zum Ende. Die Ehemaligen zeigen zum Abschluss noch einen Film mit Bildern aus ihrer Schulzeit, auf denen sie in der Schule und auf diversen Ausflügen zu sehen sind. So zum Beispiel von einem gemischten Schullandheim aller Stuttgarter Gymnasien, bei dem es ganz anders zuging, als man das in den angeblich so prüden 50ern erwartet hätte...

Und dann die große Überraschung: die Ehemaligen teilen mit, dass sie den nagelneuen Beamer, mit dessen Hilfe sie den Film auf einer Leinwand abgespielt hatten, der Schule spenden! Ein großzügiges Geschenk, dass Schule und Schüler gerne annehmen.

Die Jubilare setzen ihre Erinnerungstour danach noch bis in den Nachmittag fort, während die Schüler wieder in den Unterrichtsalltag zurückkehren. Aus Sicht der Schüler sind ihnen durch das Treffen nicht nur zwei Schulstunden erspart geblieben, sie sind nun auch um einen Beamer und viele Erkenntnisse reicher. Was wohl aus ihnen wird in den nächsten 52 Jahren? Eins ist sicher: Sie wollen auf jeden Fall genau so lange Kontakt halten wie die Abiturienten von 1954!

Text: Tim Kukral, Schülerzeitung „Der Graf"
Bilder: Foto-AG des Dillmann-Gymnasiums

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