Schaffe, schaffe, Aula baue

Schaffe, schaffe, Aula baue
Dillmann-Gymnasium feierte Spatenstich der unterirdischen Mehrzweckhalle - Eröffnung Februar 2007

Nun ist es endlich geschafft! Dem ambitionierten Bauprojekt Dillmann-Aula wurde am vergangen Freitag im gleichnamigen Gymnasium der erste Spatenstich gesetzt. Dank der Dillmann-Stiftung ist die Finanzierung über 3,3 Millionen Euro verwirklicht worden.

S-WEST - Tosenden Jubel der Schüler gab es beim Eintreffen von OB Wolfgang Schuster. Dieser hatte sich angekündigt, den Spatenstich zusammen mit Schulleiter Manfred Birk, Michael Herwarth, Vorstandsmitglied der Dillmann-Stiftung, Schulbürgermeisterin Susanne Eisenmann und Michael von Resch des Dillmann-Stiftungsrates zu setzen.

Vorreiter für Projekt
Trotz des eisigen Windes fand Manfred Birk auf der Schulwiese zwischen den Gebäudetrakten wärmende Worte bei seiner Ansprache für das Projekt, das deutschlandweit Vorreiter in dieser Ausführung ist: "Die Zusammenarbeit mit einer privaten Organisation, der Dillmann Stiftung, ist eine einmalige Initiative. Wir sind stolz, dass der Ausbau einer öffentlichen Schule zum ersten Mal in Deutschland privat finanziert wird." Noch vor einem Jahr habe er nicht geglaubt, dass es so schnell gehen würde. Nach zehnjähriger Ganztagsbetreuung seien alle Beteiligten erfreut, diese auf die neue Aula verlegen zu können.
Innerhalb von knapp zwei Jahren hat die Dillmann-Stiftung die benötigten Gelder für die zweigeschossige, unterirdische Aula erwirtschaftet. Die Kosten von 3,3 Millionen Euro wurden durch Privatspenden, Spendenaktionen der Klassen und einem Zuschuss der Stadt Stuttgart von 750 000 Euro gedeckt.
In der Aula, in der bis zu 300 Personen verschiedene Aktivitäten ausüben können, werden Schülerbetreuung, Arbeitsgemeinschaften und Kreativangebote und Mittagstisch Platz finden. Auch einen Bereich der Internetnutzung sowie eine Bibliothek sind in die Mehrzweckhalle integriert.

Lob für Eigeninitiative
"Jetzt können wir in die Tiefe gehen und neuen Platz ergraben", so Birk und zitiert Schulreformer Christian Dillmann: "Denn eine Schule ist nur dann gut, wenn sie den Forderungen der Zeit gerecht wird." Oberbürgermeister Wolfgang Schuster zeigte sich erfreut über die Eigeninitiative des Projektes: "Man kann nicht immer nur fordern, sondern muss die Dinge selber in die Hand nehmen." Dennoch sehe er den Zuschuss der Stadt als wichtige Unterstützung, denn im Vergleich zu der eigentlichen Gesamtsumme sei es "nicht so viel, aber auch net nix."
Für den Spatenstich stürmten die Schüler das Feld und feierten die Ausführung mit viel Applaus.
Nach der Fertigstellung geht das Bauwerk in das Eigentum der Stadt Stuttgart über. Die Eröffnungsfeier der Aula ist für Februar 2007 vorgesehen. mg

Stuttgarter Wochenblatt, 2. März 2006


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