Bau von privat finanzierter Aula vor Fertigstellung

Bau von privat finanzierter Aula vor Fertigstellung
Dillmann-Gymnasium feiert Richtfest - Über Innengestaltung entscheidet ein Schülerwettbewerb

Der Bau der neuen Aula am Dillmann-Gymnasium kommt zügig voran. Beim Richtfest am Freitag überreichte Sozialbürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch den städtischen Anteil von 750 000 Euro am 4-Millionen-Projekt. Nächste Woche sollen die Schüler in einer Vollversammlung über die Innengestaltung entscheiden.

VON MICHAEL GERSTER

Bitterkalt war es im Februar, als der Spatenstich für die zum Großteil durch Spenden finanzierte Halle erfolgte. Zur Fertigstellung des Rohbaus am Freitag dagegen wärmte die Septembersonne Schüler, Lehrer, Sponsoren der Dillmann-Stiftung und Vertreter der Stadt. Im Rekordtempo haben die beteiligten Firmen den zwischen beiden Gebäudetrakten in den Boden eingelassenen Aulabau fertig gestellt. „Geburten nach sieben Monaten sind meist schwierig“, sagte Manfred Birk anlässlich des Richtfests. „Diese ging reibungslos über die Bühne.“

In der Zwischenzeit haben die Schüler und Pädagogen jede Menge Baulärm über sich ergehen lassen müssen - wegen der Sommerhitze im Juni und Juli zumeist sogar bei geöffneten Fenstern. „Aber wir haben das gemeinsam durchgestanden“, so Birk. Jetzt soll es genauso fix weitergehen, damit wie geplant am 17. März 2007 die Halle eingeweiht werden kann. Sie dient nicht nur als Konzert- und Theaterbühne mit einem Zuschauerraum für bis zu 300 Personen, sondern auch als Mensa, Bibliothek und Multimediazimmer.

Bis auf 300 000 Euro für die Innenausstattung haben die Dillmänner das Geld bereits zusammen. Schüler haben bei Fahrradmärkten oder Schulfesten gesammelt, dazu kamen Großspenden aus der Wirtschaft. „Ich hoffe, dass dieses Engagement auch für andere Schulen Vorbild ist“, lobte Sozialbürgermeisterin Müller-Trimbusch. Nun hoffen die Sponsoren der Stiftung noch auf einen Zuschuss des Landes.

In der kommenden Woche soll dann über die Gestaltung des Innenraums entschieden werden. Dazu haben alle Klassen und das Architektenbüro Entwürfe eingereicht. Fünf davon stehen zur Wahl: geometrische Linien, Seifenblasenmotive, bunte Wände in Schwammoptik, gemalte Gräser und von Künstlern und Architekten bemalte Wände. Abgestimmt wird ganz demokratisch, doch Manfred Birk hat bereits einen Favoriten. „Ich bin da konservativ“, sagt er und zeigt auf die Variante mit den Linien. Die könne man auch noch in zwei Jahren sehen.

Stuttgarter Nachrichten, 23. September 2006


FERIENTICKER:
Noch Tag(e) bis zu den Sommerferien!