Schulchronik - Von 1867 bis heute

Herbst 1867 Bildung einer "realistischen Abteilung" am Stuttgarter Gymnasium, dem heutigen Eberhard-Ludwigs-Gymnasium, aus denjenigen Schülern, die kein Griechisch lernen, und ihr Umzug ins ehemalige Polytechnikum in der unteren Königstraße 12 gegenüber dem Marstallgebäude. Christian Heinrich Dillmann wird Inspektor dieser Abteilung.

1871 Anerkennung als eigenständiges Realgymnasium. 

20.04.1871 Dillmann zum Rektor ernannt. 

Frühjahr 1878 Baubeginn des ersten Schulgebäudes in der Lindenstraße 30. 

16.05.1881 Einweihung des ersten Schulgebäudes. 

1891 Maria Gräfin von Linden besteht als erstes Mädchen am Realgymnasium das Abitur als Schulfremde, zugleich wohl auch als Stuttgarts erste Abiturientin; ihre Zulassung zur Prüfung erreicht sie bei Dillmann durch überzeugendes persönliches Auftreten. 

18.12.1899 Tod Dillmanns, nachdem er seit dem Sommer seine Amtsgeschäfte wegen eines Herzleidens nicht mehr führen konnte.

1900 – 1913 Schulleiter Carl Friedrich Ehrhart 

1913 – 1927 Schulleiter Robert Lang 

1923 Durch die Inflation wird der Stiftungsfond der Schule fast völlig entwertet. Gründung des Dillmann-Vereins als Hilfsverein für das Realgymnasium, mit dessen Hilfe für die Schüler eine Buchbinderwerkstatt eingerichtet wird. 

1924 Schulreform: Jede Schulgattung soll eine bestimmte Fächergruppe besonders betonen, das Gymnasium die alten Sprachen, das Reformrealgymnasium die neueren Sprachen, die Oberrealschule die Mathematik und die Naturwissenschaften. Da die Stundentafeln nicht streng eingehalten werden, kann die Eigenständigkeit der Schule mit ihren beiden Säulen Latein und Mathematik erhalten bleiben. 

1925 Gründung des ersten Elternrats am Realgymnasium. 

1926 Umbenennung des Gymnasiums in Dillmann-Realgymnasium 

1927 – 1935 Schulleiter Eugen Breitweg

1928 Einführung der Gabelung ab Klasse 11 in einen sprachlichen und einen mathematischen Zug.

1935 – 1945 Schulleiter Rolf Seyfang 

1935 Zwangsweise Einführung des Hitlergrußes. Am wöchentlichen "Staatsjugendtag" sollen die Schüler durch Sport und Kriegsspiele körperlich ertüchtigt werden. Einführung des Arbeitsdienstes und des zweijährigen Wehrdienstes für Abiturienten.

1938 Erste Fremdsprache Latein muß durch Englisch ersetzt werden. Umbenennung des "Dillmann-Realgymnasiums" in "Dillmann-Oberschule für Jungen".

1939 Zwangsweise Einführung des Weltanschauungsunterrichts statt Religionsunterricht.

1941 Unangekündigte, achttägige Schulkontrolle durch Besuch des Kultusministers mit Beamtenstab, da die Schule den Ruf hat, nicht zuverlässig nationalsozialistisch zu sein (Es werden eiligst noch 30 Hitlerbilder in den Klassenzimmern aufgehängt).

Sommer 1943 Schüler ab Klasse VI (heute Klasse 10) werden als Flakhelfer eingezogen; die Unter- und Mittelklassen werden wegen der Bombennächte aufs Land evakuiert (Göppingen, Uhingen, Künzelsau, Rottweil).

26./27.07.1944 Zerstörung der Schule in einer Bombennacht; Vernichtung ihrer großen wertvollen Bibliothek. 

Sommer 1945 Handschriftliche Anschläge an der Ruine der Schule laden zum Wiederbeginn des Unterrichts in zwei Lehrerwohnungen ein. Danach Unterbringung von Klassen in der Schickhardt-Oberschule und im Speisesaal der Ortskrankenkasse. 

1945 – 1948 Schulleiter Wilhelm Pfleiderer

Ab 1946 Auf Jahre große Raumnot; Unterbringung von Klassen in der Mörike-Oberschule, Schickhardt-Mittelschule, Wilhelmsoberschule. 

1949 – 1952 Schulleiter Karl Zeller 

1949 Altsprachliche, neusprachliche und mathematisch-naturwissenschaftliche Züge werden scharf unterschieden, so daß für die Kombination Latein/Mathematik zunächst keinerlei Raum scheint.

1950 Neugründung des Dillmann-Vereins mit neuen Zielen: Geselliger Zusammenschluß alter und junger Realgymnasiasten, Lehrer und Eltern; Förderung der Schule durch Bücher und Lehrmittel und von Schülern bei außerunterrichtlichen Veranstaltungen. 

1951 Latein als grundständige Sprache an einem Zug unserer Schule wieder zugelassen. Auch der alte Name "Dillmann-Realgymnasium" wird wieder amtlich. Hauptsächliche Unterbringung im Königin-Katharina-Stift, zwei Klassen kommen nach Botnang. Entstehung der Schülermitverwaltung (SMV), die zuständig ist für Ordnungsdienst, Bücherbörse, Sportwettkämpfe, literarische Wettbewerbe. 

Juni 1952 Sprengung der Ruine des alten Dillmann-Real-gymnasiums. 

1953 – 1964 Schulleiter August Friedrich Schütz

1953 Unterbringung einzelner Klassen im Gustav-Siegle-Haus. 

Dez. 1953 Heft 1 der Dillmannblätter 

1955 Unterbringung von Klassen im Friedrich-Eugens-Gymnasium und Karls-Gymnasium.

Nov. 1955 Heft 5 der Dillmannblätter erscheint als erste Schülerzeitschrift. 

Aug. 1956 Grundsteinlegung für das jetzige Gebäude des Dillmann-Gymnasiums. 

April 1957 Nach der Neuordnung des höheren Schulwesens durch Schulleitung, Eltern und Ehemalige hart erkämpfte Einführung der Gabelung ab Klasse 11 in einen (neu)sprachlichen S-Zug und einen mathematisch-naturwissenschaftlichen D-Zug (Dillmann-Zug); dadurch weitere Sicherung des realgymnasialen Schultyps.

29.03.1958 Einweihung des heutigen Schulgebäudes. Die Kosten belaufen sich auf 4 280 000 DM. 

1959 Aufgabe des grundständigen Englisch zugunsten von ausschließlich grundständigem Latein.

Juni/Juli 1963 Erster Schüleraustausch mit der Partnerschule St. Stanislas in Nantes. 

1964 – 1974 Schulleiter Dr. Ernst Rieber Okt.

1965 Konzert des Kammerorchesters des Dillmann-Gymnasium in Nantes (Hans-Peter Collmer).

21.10.1967 Feier des 100jährigen Jubiläums in der Liederhalle. 

Ab Sept. 1969 Koedukation am Dillmann-Gymnasium; "Demokratisierung an Schulen": Der Schulsprecher und sein Stellvertreter nehmen mit Stimmrecht an Lehrerratssitzungen teil; Schüler ab 16 Jahren dürfen im Schulhof rauchen; Einführung der Selbstentschuldigung in den beiden obersten Klassen. Einführung der "Schriftlichen Rüge" statt des "Eintrags im Tagebuch". 

Jan. 1970 Beginn der Skischullandheimaufenthalte im Allgäu (Klasse 6 in Balderschwang).

Febr. 1970 Erster Skiwandertag (Donnstetten, Alb).

Sept. 1970 Neue Klassenzählung: statt Klasse 1 – 9 nunmehr Klasse 5 – 13.

1972 Androhung von Bombenattentaten durch revolutionäre Gruppen für Stuttgart beunruhigen die Schulen.

1973 Drei Schüler des Dillmann-Gymnasium erstmals Preisträger bei "Jugend forscht".

Okt. 1973 Einführung des schulfreien Samstags am zweiten Samstag jeden Monats. 

April 1974 Erstmals samstags Unterrichtsstunden nur 45 statt 50 Minuten.

1974 – 1979 Schulleiter Siegfried Dinkelacker

Dez. 1974 Erster Besuch von Schülern aus der Sydney Grammar School am Dillmann-Gymnasium mit ihrem Lehrer Mr. Raine (ehemaliger Dillmann-Schüler). 

Okt. 1975 Decke im Chemiesaal bricht herunter.

Nov. 1975 Beginn einer Reihe von Folksong-Meetings der SMV im Glaspalast. 

Aug. 1976 Neues Schulgesetz: Keine Schülervertreter mehr in der Gesamtlehrerkonferenz, dafür neues Organ der Schulkonferenz aus Vertretern von Lehrern, Eltern und Schülern als höchstes Gremium der Schule.

Sept. 1977 Beginn der Oberstufenreform in Jahrgangsstufe 12; Verlegung der Dillmanngabel von Klasse 11 nach Klasse 9. 

Seit 1979 Schulleiter Dieter Schmidt 

Ab Okt. 1979 Schulfreier Samstag 14tägig Dez. 

1979 Dieter Schmidt und Claus-Peter Ditter überbringen in Nantes Glückwünsche zum 150jährigen Schuljubiläum von St. Stanislas. 

Jan. 1980 Erstes Abitur der reformierten Oberstufe.

Febr. 1980 Erstmals ganze Schule zum Skiwandertag ins Allgäu (Fellhorn). 

April 1980 Treffen des Abiturjahrgangs 1930: Beginn der Tradition, sich zum 50jährigen Abiturjubiläum im neuen Dillmann-Gymnasium zusammenzufinden. 

Mai 1980 Beginn der Windsurf-Schullandheime in Klasse 11 (Ammersee und Bodensee).

Herbst 1980 Literarische Abende und Liedermacherabende der SMV. 

März 1981 Presseberichte über städtische Planungen eines Aufnahmestops von Fünftklässlern am Dillmann-Gymnasium, der zur allmählichen Austrocknung und Schließung der Schule führen soll, um das Gebäude beruflichen Schulen zur Verfügung zu stellen und so einen Neubau zu sparen. Durch heftige Gegenwehr von Eltern, Schülern, Ehemaligen und Lehrern erfolgreich abgewehrt. 

Juni 1981 Letztmals Aufnahmeprüfung in Klasse 5.

21.04.1982 Erstes Palilienfest (Feier der Gründung Roms).

Juli 1984 Erste Projekttage zum Schuljahresende.

Mai 1985 Umwandlung des Wasserbeckens auf dem Schulhof in ein Feuchtbiotop.

Mai 1986 Erste Zentrale Klassenarbeiten in Klasse 10.

März 1987 25jähriges Jubiläum unserer Schulpartnerschaft mit Nantes: Das Orchester des Dillmann-Gymnasium spielt im historischen Chateau de Goulaine (Anneliese Foron). 

Juni 1987 "Les Petits Chanteurs" von St. Stanislas singen in der Rosenbergkirche. 

Jan./Febr. 1990 Große Hilfs- und Spendenaktion des Dillmann-Gymnasiums für Rumänien. 

30.11.1990 Enthüllung einer Gedenktafel am Standort des früheren (Dillmann-)Realgymnasiums. 

März 1991 Aus ökologischen Gründen Ersetzung des Skiwandertags durch einen Eissporttag.

April 1992 Erstmaliges Treffen in der Schule zum ehernen (65jährigen) Abiturjubiläum: Abiturjahrgang 1927.

November 1992 Dillmann-Fest, 125-jähriges Jubiläum des Dillmann-Gymnasiums 

Frühjahr 2006 Beginn des Baus einer Aula zwischen den Schulgebäuden.

März 2007 Fertigstellung der Aula und Einweihung

2011 Erneuerung der Fassade des Klassenbaus

2012 Erneuerung der Fassade des Verwaltungsbaus

2012 Renovierung der Turnhalle und Bau des Lehrerhauses

November 2016 Einweihung der neuen Aufenthaltsräume "Chillmann's"


FERIENTICKER:
Noch Tag(e) bis zu den Sommerferien!