Berühmte Ehemalige

Ja, auch das Dillmann hatte (und hat immer noch) sehr gute Schüler, die manchmal sogar in Zeitungen, Fernsehen oder anderen Massenmedien vorkommen. Wir haben nun versucht, diese Personen zusammenzusuchen, habe Zeitungen durchstöbert und noch vieles mehr. Hierbei fanden wir mehr oder weniger berühmte Personen, die alle eines gemeinsam haben: Sie waren oder sind Dillmänner(innen).
Willi K. Birn, der 1931 Abitur machte und Jurist wurde. Er ist seit 1958 Regierungspräsident von Südwürttemberg-Hohenzollern und hat neben der Lehrtätigkeit an der Stuttgarter Verwaltungsschule als Herausgeber eines Kommentars zur Verfassung des Landes Baden-Württemberg gewirkt.
Arthur Blaich, am Ende der Seite, 1901 geboren, 1919 Abitur, Student des Maschinenbaus an der Technischen Hochschule Stuttgart, fand seine Lebensarbeit als Leiter der Gewerbeförderungsstelle des Württembergischen Landesgewerbeamts, wo unter seiner Pioniertätigkeit in Lehrgängen 8000 bis 9000 Menschen pro Jahr zu tüchtigen Spezialarbeitern fortgebildet wurden. Männern wie ihm ist nach dem zweiten Weltkrieg der rasche Wiederaufbau der Wirtschaft zu danken. Er lebt als Regierungsdirektor seit 1966 im verdienten Ruhestand im Schwarzwald.
Ein überaus erfolgreicher Verleger war der 1964 im 60. Lebensjahr verstorbene Gerhard Bowitz, der in seiner Vaterstadt Stuttgart den Fackel-Verlag mit Buchklub und Versandbuchhandlung aufbaute. In diesem Verlag im Stuttgarter Herdweg sind jetzt 400 Mitarbeiter beschäftigt.
Dr.-Ing. Werner Braunbek, Professor für theoretische Physik an der Universität Tübingen, hat ebenfalls 1919 am Realgymnasium das Kriegsabitur abgelegt. An der Technischen Hochschule Stuttgart war er als Assistent am Physikalischen Institut tätig. Schon aus dieser Zeit ist er vielen Studenten durch seine Anfängervorlesungen bekannt.
Aus ganz anderer Richtung kommt Hans Breyer, praktischer Arzt in Freudenstadt, Dillmann Abiturjahrgang 1897, Medizinstudent in Tübingen, Assistent an der Landerer-Klinik in Göppingen, dann am Diakonissen-Krankenhaus in Schwäbisch Hall, seit 1908 Arzt in Freudenstadt. Hans Breyer war Maler aus Liebhaberei, Vorkämpfer für Esperanto und liebenswert. Er starb im Frühjahr 1967.
Dr.-Ing. Arthur Burkhardt, Jahrgang 1923, Wissenschaftler und Industriekapitän in glücklichster Synthese, baute nach 1945 die Württembergische Metallwarenfabrik in Geislingen wieder auf, Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart, Ehrendoktor, Verfasser grundlegender wissenschaftlicher Arbeiten, in vielen Ehrenämtern verdienstvoll tätig.
Ulrich Dehlinger legte 1919 am Realgymnasium das Abitur ab, studierte Physik in Tübingen, München und Stuttgart, ist Dr.-Ing., Dr. rer. nat. h. c., seit 1939 o. Professor für theoretische und angewandte Physik an der Technischen Hochschule Stuttgart, wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Metallforschung in Stuttgart. Er gilt als Begründer einer eigenen Schule auf dem Gebiet der Metallphysik.
Alfred Dinkelacker, Jahrgang 1913, am 15. Mai 1965 verstorben, war der Seniorchef und Mitinhaber der Großbrauerei Dinkelacker in Stuttgart, die er zu einer der bedeutendsten Privatbrauereien Deutschlands entwickelt hat. Als Förderer karitativer Einrichtungen hat er im Stillen segensreich gewirkt.
Reinhold Dopfer, Abiturjahrgang 1903, war der Teilhaber und Seniorchef der Großdruckerei Stähle & Friedel in Stuttgart, die auch unsere Dillmann Festschrift gedruckt hat. Er führte diese im ganzen Bundesgebiet bekannte Qualitätsdruckerei 44 Jahre lang in guten und schlechten Zeiten. Für seine ehrenamtliche Mitarbeit in mancherlei Gremien erhielt er 1954 an seinem 70. Geburtstag das Bundesverdienstkreuz zuerkannt. Seinen vielen Mitarbeitern war er ein gerechter, sozial eingestellter, beliebter Chef und Freund.
Willy Eiselen, Abiturjahrgang 1915, ist Fabrikant in Ulm und Schöpfer des berühmten "Brot-Museums"; er war es auch, der Theodor Heuss die Anregung gab zum "Tag des Brotes". Als Ehrensenator von Stuttgart und Hohenheim ist der 1896 im Schwarzwald Geborene weiterhin rastlos in seinen Unternehmungen und in Ehrenämtern tätig.
Martin Ferber, Jahrgang 1925, wurde Chemiker und hatte wegen seiner entschiedenen, kämpferischen Einstellung gegen den Nationalsozialismus viele Verfolgungen zu erdulden. Er ist heute Betriebsleiter eines französischen Unternehmens der chemischen Großindustrie und hat seinen Wohnsitz in Grenoble, wo er inzwischen die französische Staatsangehörigkeit erworben hat.
Otto Feucht, Forstmeister von Beruf, hat auf dem Gebiet des Naturschutzes Bahnbrechendes geleistet. Auch er hat noch im letzten Jahrhundert (1897) am alten Realgymnasium die Reifeprüfung abgelegt, er wurde Forstbeamter und hat von 1926 bis 1948 das Forstamt Solitude bei Stuttgart geleitet. In zahlreichen Büchern und vielen Aufsätzen hat er grundlegende Erkenntnisse der Landschaftspflege erarbeitet. Neben manchen anderen Ehrungen hat ihn die Universität Freiburg mit dem Ehrendoktor der Naturwissenschaftlichen Fakultät ausgezeichnet.
Hugo Frank, 1892 in Stuttgart geboren und 1963 gestorben, Jahrgang 1909, verträumter Maler, der auf vielen Reisen die Welt sah und sie in seinen Bildern und Zeichnungen und in humorvollen kleinen Büchern schilderte.
Arthur Hallmayer, auch als "der Streitbare" bekannt, steht an seiner Seite. Sein Großonkel, Kultusminister von Golther, war Pate bei der Geburt des DillmannGymnasiums im Jahre 1867; Arthur Hallmayer vom Jahrgang 1903 wurde Großkaufmann in Stuttgart. Seit Jahrzehnten Gemeinderat seiner Vaterstadt, hat er (ebenso wie in der "Alten Gilde" der Handelsschule) in Ehrenämtern reichste Arbeit geleistet.
Richard Heilner, am 13. Februar 1964 in Nizza verstorben, Abiturjahrgang 1891, hat die deutsche und später die europäische Linoleumindustrie zusammengeschlossen. Für sein Mäzenatentum ehrte ihn die Universität Tübingen mit dem Titel eines Dr. rer. pol. h. c. und die Technische Hochschule Stuttgart mit dem Ehrensenator. Im Dritten Reich kam er in Zwangshaft. Trotz aller Enttäuschungen war er ein treuer Freund seiner Schule.
Helmut Junghans, Generaldirektor der Uhrenfabriken Gebr. Junghans AG in Schramberg, wurde Dr.-Ing. e. h. und Ehrensenator der Technischen Hochschule Stuttgart, Anreger und Mitbegründer des Instituts für Uhren- und Feinwerktechnik, Ehrenbürger von Schramberg, ein fürsorglicher Vater seiner 6ooo Mitarbeiter. So wie viele andere Dillmann-Schüler hat er die höchste Stufe des Bundesverdienstkreuzes zuerkannt erhalten.
In der Schule war August Kazenmaier mehrmals Klassenbester, er wurde Bosch- Mitarbeiter, Ingenieur, Erfinder, Besitzer von sechs Dutzend Patenten auf dem Gebiet der Autotechnik, genialer Konstrukteur, von 1959 bis 1957 Leiter der deutschen Delegation beim Internationalen Normenausschuß für das Automobilwesen. Kazenmaier starb 75jährig im Frühjahr 1961.
Mehrere Jahre Vorsitzender des Dillmann Vereins war Dr. Manfred Keck, Abiturjahrgang 1901, der an der Tierärztlichen Hochschule Stuttgart studierte und nach dem Staatsexamen Assistent von Professor Uebele wurde. Als Spezialist für Kleintiere ließ er sich 1910 in Stuttgart nieder, gründete später in der Alleenstraße eine eigene Hundeklinik und übernahm auf Drängen der Stadtverwaltung nach Kriegsende die Direktion des Schlachthofs. Er wurde als "Zauberer" weit bekannt: Im ersten Weltkrieg hatte er in Rußland ein Zauberbuch entdeckt, das ihn nicht mehr losließ. Er wurde einer der bekanntesten Kartenamateure, errang 1936 bei der "Zauberer-Olympiade" in München die Goldmedaille und wurde Präsident des Stuttgarter Magischen Zirkels.
Nicht Dillmann-Schüler, aber Dillmann-Abiturient ist Kurt Georg Kiesinger, der als Externer die Reifeprüfung an unserem Gymnasium im Jahre 1925 bestand, ein Zeichen dafür, was für einen aktiven jungen Mann schon damals das Abiturs-Zeugnis unserer Schule bedeutete.
Arnulf Klett braucht eigentlich nicht vorgestellt zu werden. Reifeprüfung 1923, Studium der Rechte, Promotion 1928 in Tübingen, seit 1930 Rechtsanwalt in Stuttgart, seit dem 23. April 1945 Oberbürgermeister unserer guten Stadt, die unter seinem Regiment und unermüdlichen Bemühen aus den Trümmern des zweiten Weltkrieges wieder erstand.
Walther C. Knoll in Herrenberg hat die väterliche Sitz- und Polstermöbelfabrik Walter Knoll & Co. zu einem Großunternehmen ausgebaut.
Ein Wirtschaftsführer besonderer Art war Friedr. Wilhelm Kuhn, von 1884 bis 1894 Schüler unseres' Realgymnasiums, übrigens Sohn des Dillmann-Lehrers Professor F. A. W. Kuhn (1881-1913, Spitzname "Crassus"), Kommerzienrat in Augsburg, wo er von 1911 ab in Jahrzehnten schöpferischer Leistung die Baumwoll-Feinspinnerei Augsburg zu einem Musterbetrieb aufbaute, Inhaber von Patenten auf dem Gebiet der Spinnereitechnik und Ehrendoktor.
Zwei schwäbische Demokraten, die jedermann kennt: Altministerpräsident Reinhold Maier, Abitur 1907, Rechtsanwalt in Stuttgart, und Hans Lenz, Dillmann-Abiturient des Jahrgangs 1926, Urenkel von Matthias Hohner in Trossingen, im zweiten Weltkrieg schwerstens verwundet, seit 1961 Bundesschatzminister und 1962 bis 1965 Wissenschaftsminister des Bundes. Das Land Württemberg gilt als Heimstatt echter Demokratie, viele Lehrer des Realgymnasiums haben sie vorgelebt, in Reinhold Maier und Hans Lenz hat sie wahren Ausdruck gefunden.
Robert Leicht, legte die Reifeprüfung 1903 an unserer Schule ab. Er war der Sohn des Gründers der Brauerei Rob. Leicht AG in Stuttgart-Vaihingen und hat das väterliche Erbe von 1910 bis zum Tod 1963 gemehrt und vor allem in wissenschaftlichen Arbeiten Neuland erschlossen, das ihm die Mitgliedschaft zweier Akademien brachte.
Das Wahrzeichen Stuttgarts, den Fernsehturm, und viele Brücken in der ganzen Welt hat Fritz Leonhardt erbaut, Dillmann-Abiturient von 1927, Dr.-Ing., Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart und im Jahr, da diese Festschrift erscheint, Magnifizenz dieser Hochschule. Er ist einer der großen, wegweisenden Bauingenieure der Zeit mit internationalem Namen.
Die Seite beschließt ein Industrieller, der wie viele andere aus dem Land nach Stuttgart auf das Realgymnasium von den Eltern geschickt wurde: Max Leuze, im Herbst 1957 verstorben, Abiturjahrgang 1914, Seniorchef bedeutenter Textilfabriken in Owen/Teck. Ebenso wie sein Bruder Robert Leuze der alten Schule herzlich verbunden. Max Leuze leitete zusammen mit Präsident Euting im Oktober 1932 die Feier zum 65jährigen Bestehen unseres Gymnasiums und war trotz vieler Ehrenämter immer da, wenn die Schulgemeinde seine Hilfe und seinen Rat brauchte.
Professor Alfred Lörcher ist im Alter von 87 Jahren 1962 verschieden. Er war der verehrte Nestor der deutschen Bildhauer, eine der wahrhaft großen Persönlichkeiten der deutschen Kunst. An unserem Gymnasium hat er 1895 die Reifeprüfung abgelegt.
Dr.-Ing. Alfred Michel, Jahrgang 1919, baute nach dem zweiten Weltkrieg die August-Thyssen-Hütte in Hamborn zum größten Hüttenwerk Europas mit einer Rohstahlkapazität von 4,5 Millionen Tonnen im Jahr aus, auch er ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes.
Hermann Missenharter, Abiturjahrgang 1905, mit dem Professorentitel ausgezeichnet, wurde der bedeutendste Theaterkritiker der Stuttgarter Presse, seine Berichte im "Stuttgarter Tagblatt" und nach 1945 in den "Stuttgarter Nachrichten" wurden wegweisend. Auch ihn deckt schon seit 1962 der grüne Rasen.
Professor Karl Münchinger vorzustellen hieße Spätzle nach Stuttgart transportieren: Als Schöpfer und Dirigent des Stuttgarter Kammerorchesters hat er den Ruhm der Musikstadt Stuttgart über die ganze Erde verbreitet. Er war bis zum Einjährigen im Dillmann-Gymnasium und hat das Abitur im Karlsgymnasium abgelegt.
Reinhold Nägele, 1884 in Murrhardt geboren, Maler und Radierer, verließ 1939 Deutschland und ging nach New York, 1954 beim Wiederbesuch Stuttgarts zum Professor ernannt, lebt er seit 1963 wieder in Murrhardt: Der Maler des "schwäbischen Kosmos" mit seinen Wirtshausschildern und Weinbergstaffeln, den Jahrmarktsbuden und den bunten Luftballons, mit Laugenbrezeln und Filderkrautköpfen, auch er selber ein unverwechselbarer, eigenwüchsiger Kopf.
Fritz Nallinger, wer würde den Mercedes-Chefkonstrukteur nicht kennen? Wie sein Vater dem Automobilbau verbunden, hat der 1898 in Esslingen Geborene unser Realgymnasium und dann das Gymnasium Mannheim besucht, er war 42 Jahre lang für Daimler-Benz tätig und trat als Professor und Dr.-Ing. e. h. und im Besitz einer kaum mehr überschaubaren Zahl Patente auf dem Gebiet des Kraftwagenbaus 1965 in den Ruhestand. Daß der Mercedes-Stern nach 1945 wieder eine Gütemarke auf der ganzen Erde wurde, ist zu einem bedeutenden Teil sein Verdienst.
Walter Ott, Abitur 1922, einer der Industriellen-Söhne, die vom Land ins Realgymnasium geschickt wurden. Diplom-Ingenieur, welterfahren, Teilhaber der elterlichen Samtfabrik Gottlieb Ott Sohn in Ebingen, von 1952 bis 1956 Landtagsabgeordneter und in vielen Ehrenämtern bis zu seinem Tod 1961 im Alter von nur 56 Jahren tätig.
Professor Walter Saleck, (Abitur 1914) hat seiner Vaterstadt Stuttgart als "Pionier der Stadthygiene" gedient, er war fast drei Jahrzehnte lang im Städtischen Gesundheitsamt tätig, als Medizinaldirektor, mit dem Professorentitel geehrt. Viele Pionierleistungen auf dem Gebiet der Gesundheitspflege gehen auf sein Konto.
Gottlob D. Sandel, Abiturjahrgang 1899, im Herbst 1966 verstorben, war Ingenieur beim Bau der Bagdadbahn vor 1914, selbständiger Unternehmer beim Bau umfangreicher Arbeiten im Euphrat-Gebiet, später Professor für Turbinen- und Pumpenbau an der Staatlichen Akademie in Chemnitz.
Walter Scharpff, Dillmann-Abiturient von 1912, Professor und Dr. med., früher Chefarzt und Leiter der Inneren Abteilung des Stuttgarter Bethesda-Krankenhauses, für seine einmaligen Verdienste um das Krankenhauswesen in vielerlei Ehrenämtern mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Dipl.-Ing. Hans Paul Schmohl, Abitur 1923, ist einer der profiliertesten Stuttgarter Architekten. Das neue Rathaus, das Sommerberg-Hotel in Wildbad, einige der interessantesten Geschäftshäuser an der Stuttgarter Königstraße, klar gegliederte Industriebauten sind Werke dieses begabten, sensiblen Architekten, der auch als Maler einen Namen hat.
Ernst Schöffel, Abiturjahrgang 1899, Jurist der Ausbildung nach, Direktor der Schwäbischen Hüttenwerke in Wasseralfingen bis zur Pensionierung 1945, in vielen Ehrenämtern für die württembergische Wirtschaft tätig gewesen.
Dr. Felix Elieser Shinnar hat 1893 unter seinem Geburtsnamen Felix Schneebalg bei uns die Reifeprüfung abgelegt. Er studierte Rechtswissenschaft und wurde mit nur 22 Jahren Dr.jur. Er war Mitarbeiter einer großen Treuhandgesellschaft in Berlin und wanderte 1934 nach Palästina aus, wo er leidenschaftlicher Kämpfer für sein jüdisches Volk wurde. Als Felix Shinnar hat er 1959 wegen des Sühnevertrages verhandelt und ihn unterschrieben. Dann hat er noch lange Jahre die Israel-Mission in Köln geleitet.
Dr. med. Theodor Staehle, Abiturjahrgang 1914, Luilgenfacharzt in Stuttgart, ehrenamtlich für ärztliche Fachorganisationen tätig gewesen, sei in dieser Reihe früherer Dillmann-Schüler als Vertrauensmann seines Abiturjahrgangs und als einer der Getreuesten genannt.
Auch ein Schauspieler gehört zu den Dillmännern: der berühmte Burgtheater-Schauspieler Otto Tressler, 1871 in Stuttgart geboren hat in den ersten Jahren das Realgymnasium besucht, bevor er dann zur Bühne ging und einer der größten Schauspieler seiner Zeit wurde. Im Alter von 90 jahren stand er in Wien noch auf der Bühne. 1965 ist er als ältester Schauspieler im deutschen Sprachraum verschieden.
Hanns Voith, Abiturjahrgang 1903, hat die elterliche Maschinenfabrik J. M. Voith in Heidenheim/Brenz zum Weltunternehmen ausgebaut und ist zweifacher Ehrendoktor. Vor allem aber darf er stolz sein auf die einmaligen sozialen Einrichtungen, die er in seinen Unternehmungen geschaffen hat.
Hans Volkart, im Frühling 1966 kurz nach dem 70. Geburtstag verstorben, während 33 Semestern Architekturprofessor an der Technischen Hochschule Stuttgart, ein sensibler, vornehmer Architekt aus der Schule von Bonatz und Schmitthenner, Erbauer des neuen "Kleinen Hauses" der Staatstheater, des Bibliotheksbaus der Technischen Hochschule Stuttgart und vieler anderer bedeutender Werke und wie der Dillmann-Schüler und Architekt Rolf Gutbrod eine Zierde der Technischen Hochschule Stuttgart.
Und noch einer der großen Bosch-Direktoren sei genannt, Georg Wagenmann, Abitur 1907, Diplom-Ingenieur, Leiter des Bosch-Verkaufs auf dem Gebiet der Einspritzpumpen, eine unantastbare, christlich geprägte Persönlichkeit, 1958 nach nur drei Jahren Ruhestand verschieden.


FERIENTICKER:
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